Büderich: Tausende feiern das Sonnenblumenfest

Nach der Corona-Pause
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Tausende Meerbuscher feiern das Sonnenblumenfest

Nach zweijähriger Corona-Pause fand erstmals der Sonnenblumensonntag in Büderich statt. Es war ein attraktives Fest für die ganze Familie. Es gab Kritik, dass die Dorfstraße nicht gesperrt sei.

„Papa, schau mal!“, applaudiert ein kleiner Junge beim Bungee-Jumping. „Ja, ich schaue nach“, verspricht ihr Papa lachend und schaut auf. Andere Eltern stehen um ihn herum und sehen zu, wie ihre Kinder wild um sich schlagen. Eine beeindruckende Anzahl junger Familien bevölkerte Dr. Franz-Schütz-Platz in Büderich. Es ist Sonnenblumensonntag, „das bisher größte Volksfest der Stadt Meerbusch“, wie Bürgermeister Christian Bommers in seiner Eröffnungsrede betonte. Nach dem munteren Umzug der Bundesfanfarenkorps Büderich betritt der Bürgermeister, lässig in Jeans und Pullover gekleidet, die Bühne, auf der von mittags bis abends Musikgruppen spielen. „Es ist eine große Freude, dass diese schöne Tradition nach Jahren der Entbehrungen wiederholt werden kann“, sagt er. Sein Dank gilt vor allem Günther Milz, Thomas Küppers und Kirsten Kappius, dem neu formierten Führungstrio der Werbe- und Interessengemeinschaft Büderich. Domingo de Girassol ist ein Gütesiegel für den Einzelhandel, doch der Sympathiebonus muss jedes Jahr neu vergeben werden. Bommers Appell an die Bürger: „Helfen Sie mit, Meerbusch lebendig und attraktiv zu erhalten.“

Schönes Wetter, fröhliche Stimmung, Platz voller Tribünen, aber einen kleinen Kritikpunkt gibt es an diesem Tag auch. Viele Besucher fragen sich, warum es nicht möglich war, die Dorfstraße zu sperren, wie es an früheren Sonntagen Girassóis üblich war. Es soll an der kurzen Vorlaufzeit und personellen Lücken in der Planung liegen, die noch auf Corona zurückzuführen seien, heißt es. Wir haben klein angefangen und werden Änderungen in Erwägung ziehen.

„Morgen beginnen die Arbeiten für das nächste Jahr“, verspricht Thomas Küppers. Aber zuerst wird gefeiert, gegessen und getrunken. Die Kulinarik ist reichhaltig, von Kartoffelpuffern und Flammkuchen über süße Crêpes und deftige Bratwürste, von Salaten bis hin zu asiatischen Speisen aus dem Wok – zwischen Infoständen (UNICEF, Deutsches Rotes Kreuz), Autoausstellung, Verkauf von Kleidung oder Taschen und Accessoires von „ Meeresstil”. Und es gibt Mitmachaktionen wie Ikebana, die Kunst des Blumensteckens, organisiert von den Freunden der Städtepartnerschaft Meerbusch-Shijonawate. Umringt sind auch das Karussell für die Kleinen und die niedlichen Kinderangebote „Sonnenblumen malen mit Gabeln“ und „Löwenzahn pflücken“ der Bürgerstiftung Wir in Meerbusch.

„Wir wohnen in Büderich, da gehört eine Tour unbedingt dazu“, sagen die Lachmanns. “Lass uns jetzt Kartoffelpuffer essen, damit unsere Radtour gut geölt wird.” Nora Reibis sagt: „Eine große Party. Besonders der Kinderflohmarkt ist toll.“ Es breitet sich im Innenhof der St. Mauritius, mit viel Kleidung, Schuhen und Spielsachen. Den größten Stand füllte Julia Küppers mit einer Freundin. „Beeindruckende 13 Meter“, sagt sie. “Ich habe Zwillinge, es gibt viele Dinge, die sich verdoppeln.”

Der Sonnenblumensonntag geht auf der Dorfstraße weiter. In einem Schaufenster gegenüber der Bäckerei Wieler stapeln sich kleine Wecker. „Es ist Tradition, dass wir bei diesem Herbstfest unseren ersten Weckmann braten“, sagen Sylvia und Hannah Wieler. Die nahe gelegene Marktapotheke ist ebenfalls geöffnet, ebenso wie die Mauritius-Apotheke von Almuth Berghs, die nur einen kurzen Spaziergang entfernt liegt. Riesige Lebkuchenherzen und eine Vielzahl von Kosmetika werden Sie dort verführen. Neben Edeka in der Passage steht die Tür der Coco Boutique offen. „Wir freuen uns, dass dieses Festival weitergeht“, sagt Inhaberin Martina Demmer. Die Buchhandlung Gossens wird ebenso von Kunden frequentiert wie das Fotogeschäft von Jörg Marx. „Ich bin seit 42 Jahren im Amt, meine Teilnahme ist ein Akt der Solidarität“, betont er.

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