Das Freundschaftsauto – Porsche Newsroom DE

Die Farbe sticht in der Morgensonne hervor. Wir digitalisieren nahezu jeden Millimeter des exklusiven Lackkleides, das je nach Lichteinfall von Pink über Rosé-Perlmutt bis hin zu Sahara-, Kaschmir- oder Keramikbeige reicht. Plötzlich fliegt ein pfeilförmiger Schatten über die Silhouette. Ein und ein anderes Mal. Wir blinzelten in den Himmel und entdeckten einen majestätisch kreisenden Steinadler. Ist er hinter der abhebenden Drohne her oder interessiert er sich für den Sportwagen? Doch bevor dieser Gedanke zu Ende ist, stoppt die Aar noch einmal und schraubt sich mit dem Aufwind über den Nordalpen in den österreichischen Himmel. Ein stiller Gruß und der Adler fliegt dem Kitzsteinhorn entgegen, das über den Zeller See wacht.

911, Großglockner Hochalpenstraße, 2022, Porsche AG




Hier im Pinzgau hat Ferry Porsche ein passendes Zuhause für seine Familie gefunden. Motorsport war schon immer dabei: im Winter das berühmte Eisrennen auf dem zugefrorenen Zeller See und im Sommer ein Zeitfahren auf Österreichs höchstem Berg, dem Großglockner.

911, Großglockner Hochalpenstraße, 2022, Porsche AG




Historisch ist dieser Bereich seit jeher eng mit dem Namen Porsche verbunden. Ferry Porsche fand hier nicht nur ein passendes Zuhause für seine Familie, auch Motorsport gab es im Pinzgau reichlich: im Winter das berühmte Eisrennen auf dem zugefrorenen Zeller See – wiederbelebt von Wolfgang Porsches Sohn Ferdinand – und im Sommer ein Zeitfahren. anspruchsvoll auf Österreichs höchsten Berg, den Großglockner.

Porsche 911 als Farbmusterwagen

Kein Wunder, dass in dieser Region jetzt ein besonderer 911er in Perlrosa-Metallic zu Hause ist. Sein Farbton 81K 93 ist einzigartig bei einem Porsche 911 und macht ihn zu einem Farbmusterauto.

911, Zell am See, 2022, Porsche AG




Panorama vom Zeller See: Oben liegt noch Schnee – zum Glück ist der See nicht mehr zugefroren, denn dann wäre Salz auf den Straßen und der 911er stand sicher nicht im Hier und Jetzt.

Farbmusterwagen haben in Zuffenhausen eine lange TraditionDaniela Milošević, Designerin im Entwicklungszentrum in Weissach, beteiligt sich an einem Wissenstransfer: Die Motivation, Sportwagen mit neuen Außenfarben zu produzieren, ist für uns seit mehreren Jahrzehnten dieselbe: Es ist oft sehr schwierig, sich eine Farbe vorzustellen, die man auf einem kleinen Farbstreifen an einem echten Fahrzeug sieht. Egal ob Uni- oder Metallicfarbe, das Spiel von Licht und Schatten ist deutlich unterschiedlich. Und aufgrund sich ständig ändernder Trends und äußerer Einflüsse ändert sich das Gefühl einer Farbe oder eines Farbschemas ständig. Aus diesem Grund freuen wir uns sehr, Ihnen Lieblingsfarbvorschläge in Farbmusterfahrzeugen präsentieren zu können.erklärt der 30-Jährige, dessen erste Farbentwicklung Ice Grey Metallic war.

911, 2022, Porsche AG





Es ist die erste Farbe, die wir für Porsche entworfen haben. Es wurde erstmals im Showcar Mission E Cross Turismo gezeigt und gehört nun auch zur Standardfarbgebung des Taycan. Natürlich kannst du nach ein paar Jahren Berufserfahrung einige Farben auflisten, aber vergiss nicht die erste Farbe, die du so schnell gezeichnet hastsagt Milosevic. Das metallische Perlrosa dieses 911 zeigt, dass Porsche schon damals sehr an hellen und pastelligen Farben interessiert war. Heute findet sich diese Farbwelt vermehrt im Taycan wieder, treffen Sie den Farbspezialisten der Abteilung Color & Trim. Manche Dinge, auch Farben, brauchen Zeit, um sich durchzusetzen. Manchmal 35 Jahre.

Mark Philipp Porsche, Arno Haslinger, lr, 911, Großglockner Hochalpenstraße, 2022, Porsche AG




Auf Drehmomente folgen Bergmomente: Hier lässt es sich leicht laden. Mark Philipp Porsche und Arno Haslinger nutzen den Moment. Carolina Porsche ihre neu entdeckte Leidenschaft: Fotografie.

Und es scheint, dass es so sein musste, wenn die Sonne die Kraft der Malerei in den Bergen der Alpen hervorhebt. Es ist Zeit für Rosa, ihre Geschichte zu erzählen. Oder besser gesagt, seine beiden Besitzer tun dies: Ab 1987 war der 911 vier Jahre als Porsche-Dienstfahrzeug in Stuttgart unterwegs, bevor er für damals 685.000 Schilling einen Bosch-Werkstattbetreiber in Österreich erreichte. Jetzt ist er sozusagen zurück im Porsche-Land, fügt Arno Haslinger augenzwinkernd hinzu, gibt einen ersten Hinweis auf den gar nicht so unbedeutenden Freund, der sich mit ihm um Rosa, das Model G, kümmert. Der gebürtige Österreicher Haslinger schrieb seine Diplomarbeit über den Porsche 911 an der Wirtschaftsuniversität Wien und ist seit vielen Jahren international für die Automobil- und Luxusindustrie tätig. Er kennt die dreistelligen Ziffern in- und auswendig und verbindet sie in seinen Publikationen gerne mit der Welt der selektiven Uhren. Das englische Auktionshaus Bonhams vertraut seit vielen Jahren auf seine Expertise in wertvollen Uhren. Sein Freund und Farbmusterpartner ist Mark Philipp Porsche, Sohn von Ferdinand Alexander Porsche, dem Schöpfer des 911.

Seine Diplomarbeit schrieb Mark Porsche über die Uhrenindustrie mit den Schwerpunkten Marktforschung und Produktentwicklung. Das war der erste Kontakt, aus dem Freundschaft wurde. Heute ist Mark Philipp Porsche in der Automobilindustrie tätig und bekleidet Positionen im Aufsichtsrat der Volkswagen AG. Die beiden pflegen seit langem einen beispiellosen Wissenstransfer unter Freunden – und einer, der in einem gemeinsamen Projekt gipfelte. Fast zwangsläufig.

911, 2022, Porsche AG




Uhrenfreunde: Mark Philipp Porsche und Arno Michael Haslinger teilen den 911 und die Leidenschaft für Uhren. Zum Beispiel in Form der Heuer Monaco.

Auf das Farbmusterauto stieß Haslinger vor sieben Jahren zufällig in einer Zeitungsanzeige Salzburger Nachrichten. Als ich mich an diesem Morgen beim Kaffee der Samstagsausgabe zuwandte, hatte ich das Gefühl, ich müsste die Anzeigen lesen und siehe da, was ich fand, klang interessant.erinnert an Österreich. Ich rief Mark an und fragte, ob er Lust hätte, sich ein Auto anzusehen. Als wir am nächsten Tag den Verkäufer trafen, waren wir beide gleichermaßen begeistert vom Zustand und der Historie des Autos und beschlossen spontan, daraus ein Freundschaftsprojekt zu machen.sagt Haslinger. Bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, dass der Pink – wie der außergewöhnliche 911 bald heißen sollte – tatsächlich mit 28 Jahren in seiner Originallackierung erstrahlte und sogar mit Werkswachs versiegelt war.sagt Haslinger.

Farbton Hannibalgrau im Innenraum

Innen gibt es Leder in der Farbe Hannibal Grey, das aber bräunlich wirkt und einen harmonischen Kontrast zum graugrünen Teppich mit der hellbraunen Lochdecke bildet. Als Sonderausstattung sind die Instrumententafel, die A-Säulen sowie die Seiten- und Ablagefläche mit edlem Leder bezogen. Ein Schiebedach, elektrische Sitzverstellung und -heizung sowie der Blaupunkt Bremen runden das reichhaltige Ausstattungspaket ab.

911, 2022, Porsche AG




Innen gibt es Leder im Farbton „Hannibalgrau“, das bräunlich wirkt und einen harmonischen Kontrast zum grüngrauen Teppich mit dem hellbraunen Lochdach bildet.

911, 2022, Porsche AG




911, 2022, Porsche AG




Geschaltet wird mit dem begehrten G50-Getriebe auf der belederten Mittelkonsole. 4-Speichen-Lenkrad mit Porsche Schriftzug auf Crashblech, betet Haslinger für die Eigenschaften des 911. Äußerlich ist das 1987er G-Modell mit einem sogenannten Rennsport-Aerodynamikpaket ausgestattet. Ein Frontspoiler und ein Turboflügel am Heck lenken die Luft besser und wirken stabilisierend. Gemeinsam und aufeinander abgestimmt garantieren sie eine Höchstgeschwindigkeit von 9 km/h und verhelfen dem Carrera zu einer Höchstgeschwindigkeit von 254 km/h.

911, Großglockner Hochalpenstraße, 2022, Porsche AG




1987 wurde das Model G mit dem sogenannten Rennsport-Aerodynamikpaket ausgestattet. Ein Frontspoiler und ein Turboflügel am Heck wurden hinzugefügt. Zusammen garantieren sie eine Höchstgeschwindigkeit von 9 km/h und verhelfen dem Carrera zu einer Höchstgeschwindigkeit von 254 km/h.

Freunde hüten ihren automobilen Schatz wie ihren Augapfel: Sie fahren nur, wenn kein Salz auf der Straße liegt, es gibt regelmäßige Ölwechsel – und das Beschleunigen bei kaltem Motor ist ohnehin taktlos. Alles, was bisher über das Farbmusterauto bekannt war, wurde von beiden sorgfältig archiviert.

911, Großglockner Hochalpenstraße, 2022, Porsche AG




Freunde hüten ihren automobilen Schatz wie ihren Augapfel: Sie fahren nur, wenn kein Salz auf der Straße liegt, es gibt regelmäßige Ölwechsel – und das Beschleunigen bei kaltem Motor ist ohnehin taktlos.

Vielleicht meldet sich der Ex-Porsche-AG-Fahrer sogar, wenn er noch lebt, freut sich Haslinger auf die Veröffentlichung des Artikels in der Porsche Classic Edition. weil ein wenig Rosa ist die Quelle und der Motor unseres kreativen Austauschsfügt Markus Porsche hinzu, Zum einen, weil ein 911 in einer so speziellen Konfiguration fasziniert und polarisiert, zum anderen, weil er in der einen und dann in der anderen Garage geparkt immer wieder Anlass für gemeinsame Ausfahrten und Gasgespräche gibt! Freunde freuen sich schon auf den Pass zum Großglockner, um aus dem Winterschlaf zu erwachen. Der Steinadler wird auf jeden Fall nach dem metallischen Perlrosa Ausschau halten.

Information

Text erstmals erschienen im Porsche Klassik Magazin, Ausgabe 23.

Autor: Bastian Fuhrmann

Fotografie: Carolina Porsche und Markus Schwer

Urheberrecht: Alle in diesem Artikel veröffentlichten Bilder, Videos und Audiodateien unterliegen dem Urheberrecht. Reproduktion oder Reproduktion im Ganzen oder in Teilen ist ohne schriftliche Genehmigung von Dr. Englisch hc F. Porsche AG nicht zulässig. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an [email protected]

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