Das Wiesbadener Handball-Bundesliga-Derby elektrisiert

Eine volle Halle wird am Freitag auf dem Platz der Deutschen Einheit erwartet, wenn Ländches-HSG-Star Marc Teuner beim Derby beim TuS Dotzheim auf viele alte Bekannte trifft.

Sieben Jahre trug Marc Teuner das Dotzheimer Trikot, unter anderem in den Derbys gegen die HSG Breckenheim Wallau/Massenheim.  Jetzt ist er auf der anderen Seite.  Und natürlich will er gewinnen, wie schon so oft mit Dotzheim in diesem Derby.  © René Vigneron

Sieben Jahre trug Marc Teuner das Dotzheimer Trikot, unter anderem in den Derbys gegen die HSG Breckenheim Wallau/Massenheim. Jetzt ist er auf der anderen Seite. Und natürlich will er gewinnen, wie schon so oft mit Dotzheim in diesem Derby.
(© René Vigneron)

WIESBADEN – Marc Teuner hat viele Derbys gespielt, die meisten davon gewonnen. Diesmal allerdings eine Premiere für Handball-Oberligist HSG Breckenheim Wallau/Massenheim. Er tritt gegen seinen ehemaligen Verein TuS Dotzheim an, wo er noch viele Freunde hat und auch regelmäßig seine Kontakte pflegt. „Es macht Spaß, nach sieben Jahren in Dotzheim gegen sie zu spielen. Aber ich freue mich auf dieses Spiel“, sagt Teuner.

GILLES LORENZ VERLÄNGERT

Handball-Oberligist früh angesetzt HSG Breckenheim Wallau/Massenheim ein Zeichen für die Zukunft. diese Woche spenden Trainer Gilles Lorenz und technischer Assistent Klaus Fischer der sportliche Leiter Matthias Bier ihr Engagement für die Saison 2023/24. Die gute Arbeit und weiterhin positive Entwicklung der Mannschaft, die aktuell mit 17:3 Punkten die Tabelle anführt, soll fortgesetzt werden. Seit Januar 2016 zeichnet er stellvertretender Direktor der Gutenberg-Schule in Wiesbaden verantwortlich für das Team und schaffte 2019 den Aufstieg in die Oberliga. „Gilles und Klaus bilden ein schlagkräftiges Duo, das intensiv und zuverlässig zusammenarbeitet. Beide werden die Zukunft des Teams weiter mitgestalten“, sagt Beer.

Wird das Country-Team mit ihm am Freitagabend (20 Uhr) endlich als Sieger die Strecke in der Halle des Platzes der Deutschen Einheit verlassen können? „Es ist Zeit, dass Breckenheim gewinnt. Alles andere würde mich sehr stören, weil ich es hasse zu verlieren. Da bleibt mir nichts anderes übrig als ein Sieg“, sagt der Torschütze, der noch nie gegen Dotzheims Rivalen aus dem Rhein-Main-Gebiet gespielt und verloren hat. “Im Laufe der Saison würden wir uns damit belohnen.”

TuS-Trainer Jensen weiß, wie man Teuner stoppt

Teuner drückt dem Derby oft seinen Stempel auf, hat in diesen besonderen Spielen oft eine herausragende Leistung gezeigt und mit seinen Toren für den Erfolg seiner Mannschaft gesorgt. Das wissen natürlich auch die Dotzheimer und wollen es unbedingt vermeiden. „Er lebt für diese Spiele und bringt immer Leistung. Wir wissen genau, was er tut“, sagte TuS-Trainer Paavo Jensen. Aber ihm ist etwas eingefallen. “Wir wissen, wie man es stoppt, wenn es anfängt zu rollen.”

Teuner selbst ist noch tiefenentspannt. Wie es am Spieltag wird, weiß er noch nicht. Er erwartet einige kleine Scharmützel im Spiel, das ist normal. Trotz der Tabellenkonstellation – die HSG reist als Tabellenführer ins Achtelfinale – stellt sich Teuner auf ein enges Spiel ein. Ihr kennt euch sehr gut. „Wenn die ersten sieben funktionieren, wird es sehr schwierig. Wir dürfen nicht aufgeben“, sagt Teuner, ist sich aber seiner eigenen Stärke bewusst: „Wir haben mit Leuten experimentiert, die die Klassiker kennen, und das haben wir.“ werden auch stabiler und konsistenter.”

Beim Personal liegen alle Vorteile auf der Seite der Gäste. Auf wichtige Spieler wie Paul Föller, Paul Kaufmann und wohl Leander Schmidtmann muss Dotzheim hingegen noch verzichten. Der aus der Wallauer Jugend stammende Kreisläufer hat sich von seinem Bänderriss weitgehend erholt, sein Fuß macht beim Pressen aber immer noch Probleme. „Ich glaube nicht, dass es funktioniert. Der Fuß ist noch nicht so stabil“, sagt Schmidtmann. Am liebsten würde er endlich in der großen Halle in der Wiesbadener Innenstadt stehen, nachdem er das erste Spiel vor drei Jahren verletzungsbedingt verpasst hatte. „Es wäre unglaublich, vor so einem Publikum spielen zu können. Die Atmosphäre damals war unglaublich“, erinnert er sich. Der Verein und der Spieler riskieren nichts. “Wenn kein Wunder passiert, gehe ich davon aus, dass er nicht spielen wird”, sagt Jensen.

Fast alle 1500 Tickets sind bereits ausverkauft

Auch für ihn ist das Derby etwas ganz Besonderes. Bis auf etwa 150 der 1.500 Tickets sind alle ausverkauft. Humor ist garantiert. Die Favoritenrolle fällt den Breckenheimern zu, auch wenn ihr Coach die Tabellensituation komplett ignorieren will. „Bei so einem Spiel ist das egal. Es wird ganz nah am Ende“, betont Gilles Lorenz, der gerade seinen Vertrag verlängert hat (siehe Extrakasten). Mit viel Tempo will er es mit den Dotzheimern aufnehmen und vor allem das gefährliche Rückfeld um Maximilian Schubert, Tristan Funk und Johannes Schuhmacher in Schach halten. Ein wichtiger Punkt, der auch über den Ausgang des Spiels entscheiden kann, wird sein, wie lange die geschwächten Dotzheimer das Tempo mitgehen können und die Kraft haben, der Stärke des Gegners standzuhalten. Das war der Grund für die letzten beiden knappen Niederlagen gegen Offenbach-Bürgel und Umstadt/Habitzheim. „Ein Spiel wie dieses kann angesichts eines solchen Szenarios auch zusätzliche Energie freisetzen, um noch einen Schritt weiter zu gehen“, erwartet Jensen.

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