Erster Adventsauswärtssieg – Eishockey.net

ȭ

Freiburg

Freiburg

Trainer Robert Hoffmann musste auf eine ganze Reihe von Spielern verzichten, sodass nur 10 Stürmer und sechs Verteidiger auf dem Spielbogen standen. Patrik Cerveny durfte nach dem 2:0-Sieg gegen Crimmitschau wieder von Beginn an das Freiburger Tor schießen und war eine starke Stütze. Das Spiel begann zu einer ungewöhnlichen Zeit um 15 Uhr.

1. Drittel: Unglücklicher Führungstreffer für Ravensburg
Die 2.301 Zuschauer in der Ravensburger CHG-Arena sahen bis zum Ravensburger 0:1 durch Ingolstadts Sponsor Feigl ein relativ ausgeglichenes Spiel. Man kann sogar sagen, dass der EHC anfangs die besten Chancen hatte. So verpassten beispielsweise in der zweiten Spielminute O’Donnell und direkt danach Marc Wittforth Jonas Langmann. Zu diesem Zeitpunkt gelang es den Wölfen größtenteils, die blaue Linie zu halten, was zu zahlreichen „Räumungen“ der Heimmannschaft führte. Dank guter Laufleistung konnten die Wölfe diese tiefen Ziele schnell aus dem eigenen Drittel herausnehmen – oft kontrolliert und unter Schaffung einer eigenen Struktur. Lediglich Feigls unglücklicher Führungstreffer war die Initialzündung für die Towerstars, die in der Folge einige erstklassige Chancen herausspielten. Sie haben es dank verbesserter Laufleistung bekommen. Allerdings hätte der EHC mit etwas mehr Glück und Torwasser ausgleichen können – Linsemaier im 10. auf Zuspiel von Immo oder Immo selbst im 14. nach einem Ravensburger Gerangel hinters Eigentor. Unter dem Strich stand für die überlegenen Schwaben aufgrund besserer Ein-Tore-Anschlusseffizienz und meist erstklassiger Torchancen eine verdiente Halbzeitführung.

2. Drittel: Der EHC dreht vorerst den Spieß um
Wie schon im ersten Drittel waren die Wölfe zu Beginn dieses Zeitraums die aktivste Mannschaft und gewannen damit mehr Spielanteile als die vorne liegenden Gastgeber. Anders als im ersten Drittel trafen diesmal aber die Gäste: In der 23. Spielminute sorgte ein weiterer EHC-Angriff schließlich für das erste Powerplay des Spiels, das die Wölfe cool verwandelten. Ein harter und präziser Querpass von Tor Immo auf den Ex-Ravensburger Shawn O’Donnell nutzte dies für einen geraden Take, der durch Langmanns Rails ins Tor fand. Der EHC führte vor zwei fast aufeinanderfolgenden Elfmetern gegen Kyle Sonnenburg und Niko Linsemaier weiter, sah jedoch die Dynamik in Richtung Oberschwaben. Mit Struktur, Glück und Kampfkraft überstanden die Wölfe diese Spiele jedoch in geringerer Zahl. Statt ins Hintertreffen zu geraten, gingen sie vier Minuten vor Ende der dritten erstmals in Führung: Shawn O’Donnell vollendete ein perfekt herausgespieltes Zwei gegen Eins erneut ins leere Netz.

3. Drittel: Der vereiste EHC
Hatten die Towerstars den Plan, das letzte Drittel mit Stärke zu beginnen, war der zweite Elfmeter gegen Oliver Granz in der 42. Spielminute äußerst kontraproduktiv. Obwohl der EHC bei diesem Powerplay kein Tor erzielte, traf Jackson Cressey nur vier Sekunden nach Ende des Elfmeters aus kurzer Distanz. Offenbar erzielte Freiburgs Nummer 11 an diesem Adventnachmittag mit seinem siebten Saisontor den Siegtreffer. Acht Minuten später fasste Hagen Kaisler an der blauen Linie Mut und der Puck ging durch Freund und Feind (und Langmann) zum 4:1 im Ravensburger Netz. Zu diesem Zeitpunkt schien die Partei entschlossen zu sein. Es folgten jedoch noch ereignisreiche sieben Spielminuten. Einer nach dem anderen: In der 53. Spielminute nahm Towerstars-Coach Tim Kehler Torwart Langmann zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Tor Immo hätte es gleich geschafft, aber er zielte zu genau und verfehlte den Pfosten. Nachdem die Freistellung von Kevin Orendorz auf Spielverzögerung verhängt wurde und Sam Herr im Vier-gegen-Sechs-Powerplay zum 4:1 traf (54.), wurde es noch einmal spannend. Zwei Minuten später enttäuschten die Gastgeber die Hoffnungen der Zuschauer: Ein ungenauer Pass in die neutrale Zone traf den Schläger von Alex De Los Rio, der aus der Distanz das leere Ravensburger Tor zum 5:2 traf. Ein weiterer Elfmeter gegen Oliver Granz – der dritte in diesem Spiel – bedeutete schließlich die Entscheidung zugunsten des EHC.

Fazit:
Der EHC zeigte auswärts ein sehr starkes Spiel mit reduziertem Kader und wurde auswärts mit drei wichtigen Punkten belohnt. Im ersten Drittel fehlte es noch an Effizienz, doch im zweiten und dritten Drittel bissen die Wölfe entscheidend zu. Außerdem gelang es ihnen, im zweiten Drittel eines der stärksten Powerplays der Liga einzudämmen und das Spiel anschließend zu ihren Gunsten zu drehen. Auch der 4:2-Anschlusscoup konnte die Mannschaft nicht aus dem Tritt bringen. Somit steht am Ende ein souveräner und verdienter Auswärtssieg.

Leave a Comment