Hoher Rohstoffpreis – Kaffee könnte wieder teurer werden – News


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Die Schweizer lieben Kaffee. Die Preiserhöhung ist eine Herausforderung für Bars und Restaurants.

Adrianos Bar & Café am Bahnhof Bern richtet sich in erster Linie an Kunden, die einen Coffee to go wünschen. Neben der imposanten Kaffeemaschine mit Stößel stapeln sich Kaffeetassen und Pappbecher. Gegenüber sind spezielle Kaffees zum Mitnehmen verpackt. Mathias Bühler sitzt auf einem der wenigen Hocker an der Bar. Er ist verantwortlich für die Kaffeelinie der Berner Rösterei und der Coffee Company.

Wenn er Kaffee tassenweise oder tassenweise verkauft, beeinflussen ganz unterschiedliche Faktoren den Preis. Die Miete, aber auch „der Einkauf des Rohkaffees, die Röstung, die Bar, das Zeitungsabonnement, die Spülmaschine, das Gehalt der Mitarbeiter, alles zusammen ergibt einen Festpreis für Kaffee“.

1069 Tassen Kaffee pro Person im vergangenen Jahr


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Beim Kaffeekonsum gehören die Schweizer zu den Besten der Welt: 1069 Tassen Kaffee pro Person und Jahr in diesem Jahr, wie der Branchenverband Cafetier Suisse mitteilte. Allerdings hat sich der Preis für Café Crème um 9 Cent erhöht. Und im nächsten Jahr soll der Preis noch stärker steigen.

Dass Kaffee teurer geworden ist, hat mehrere Gründe: Die Preise für Rohkaffee sind in den letzten Monaten stark gestiegen. Auch die Branche sucht dringend Personal. Und nicht zuletzt wirkt sich der Anstieg der Energiepreise auf den Endpreis aus. Bühler hat deshalb im vergangenen Sommer die Preise angehoben: „Wir haben relativ früh auf den Anstieg der Rohkaffeepreise reagiert. Bei uns kostet eine Tasse Kaffee zehn Cent mehr als früher. Das wird vorerst so bleiben.”

Kaffee wird teurer

Die zehn Rappen bei Adrianos entsprechen der durchschnittlichen Preissteigerung im ganzen Land, die der Branchenverband Cafetier Suisse auch für das laufende Jahr errechnet hat. Für nächstes Jahr erwartet Cafetier Suisse jedoch deutlich höhere Preise. Café Crème soll nächstes Jahr um 10 bis 15 Prozent teurer werden. Das wären etwa 50 Cent pro Tasse Kaffee.

Fünf Franken pro Tasse sind für mich unrealistisch.

Mathias Bühler vom Berner Kaffeeröster Adrianos schüttelt den Kopf. Sein Kaffee kostet bereits 4.40 Franken: «Bei einem Preis von knapp 5 Franken würde der Konsum sinken. Sie würden es sich zweimal überlegen, zwei Tassen zu trinken. Bei mir ist die Schmerzgrenze bei 4,50 oder 4,60 erreicht. Fünf Franken sind für mich unrealistisch.»

Eine Tasse Espresso mit Schaum neben vielen Kaffeebohnen und einem Leinensack

Legende:

Kaffee wird teurer – hindert das die Menschen daran, ihn zu konsumieren?

SRF/Fotoweb

Ist die Schmerzgrenze erreicht, müssen Anbieter von frisch gebrühtem Kaffee kreativ werden. Denn viele Kaffeeanbieter buhlen um Kaffeetrinker, die ihren Kaffee außer Haus weiter trinken möchten. Cafetier Suisse schreibt, dass Unternehmen sowohl bei der Tasse am Tisch als auch beim Becher to go auf gute Qualität setzen sollten. Das bedeutet aber auch, in Rohstoffe und geschultes Personal zu investieren.

das Konto stimmt nicht überein

Mathias Bühler setzt auf teurere Spezialitätenkaffees, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Er ist überzeugt, dass man in der Gastronomie mit frischem Kaffee noch gute Gewinne machen kann. Doch bei hohen Rohstoffpreisen reicht es nicht mehr aus, nur Kaffee anzubieten. Denn er zahlt nicht nur morgens beim Frühstück Miete, sondern auch abends.

In der Gastronomie lässt sich mit Café Crème eine gute Marge erzielen. Doch bei hohen Rohstoffpreisen reicht es nicht mehr aus, nur Kaffee anzubieten.

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