Hückeswagen feiert den Weltkindertag im großen Stil

Hückeswagen feiert Kindertag mit Mega-Event
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Der Weltkindertag glänzt mit tollen Aktionen

Am Samstag feierte die Burgenstadt den Internationalen Tag mit 37 verschiedenen Angeboten. Fast 1000 Kinder kamen in die Innenstadt. Viele Vereine machten mit, die Beteiligung des Einzelhandels hätte größer sein können, sagt der junge Arbeiter aus der Stadt.

Geduldig stellten sich Melina und Antonia am Samstag vor dem Schminkkiosk auf. Ihre Stempelkarten zeigten bereits die ersten Einträge. „Das Beste, was wir bisher gefunden haben, ist die Hüpfburg und die Tattoos“, sagte die Zehnjährige. Um ihre Stempelkarten zu vervollständigen, hatten die beiden Freunde noch viel Zeit zu planen. Denn das Weltkindertagsfest in der Burgstadt war in diesem Jahr besonders groß und überaus erfolgreich. Nicht weniger als 37 verschiedene Spiele und Basteleien säumen die Bahnhofs- und die Islandsstraße. Alle Aktivitäten waren für Kinder kostenlos – ebenso wie die selbstgemachten Pommes von Hotelier Michael Kniep, die Topfenplätzchen im Café Bauer, die Crêpes des Kultur-Haus Zach sowie Popcorn und Zuckerwatte.

Die junge Stadtarbeiterin Andrea Poranzke wollte nach der langen Corona-Zeit und bevor sie in die Wirtschaftsförderung wechselte, den Weltkindertag noch einmal richtig groß machen. Sie hatte es geschafft. Ab 10:00 Uhr kamen rund 1000 Kinder in der Innenstadt an, gemessen an der Anzahl der verteilten Stempelkarten, die mehrmals nachgedruckt werden mussten. Am frühen Morgen wurden die Tribünen aufgebaut. „Wir haben das halbe Jugendzentrum mit vier Autos voll in die Stadt gebracht“, berichtete Poranzke. Auch Vereine, Gemeinden und Institutionen, drei Kindergärten, die von Gotteshütte geleitete Ganztagsschule (OGS) sowie die Einzelhändler Rita’s Weinlädchen (Tattoos) und Juwelier Lammert (Seifenblasen) beteiligten sich am Weltkindertag. Die junge Stadtarbeiterin bedauerte, dass sich nicht mehr Einzelhändler beteiligten, obwohl die Kampagne viele Familien in die Stadt lockte. Andere, wie ein Ordnungsamtsmitarbeiter, griffen dort ein, wo es buchstäblich nötig war. „Das sind die guten Zeiten“, sagte Poranzke, der an diesem Tag im Dauerstress war und überall gleichzeitig beschäftigt zu sein schien.

Das Angebot für Kinder war nicht nur abwechslungsreich, sondern auch von hoher Qualität. Einige Werkstattbetreiber im Kinderdorf erklärten sich bereit, daran teilzunehmen. Ein großer Anziehungspunkt war Beatboxer Carlos. Bei ihm erhielten Kinder nicht nur Kostproben ihres Könnens. Er erlaubte den Kindern auch selbst, das Mikrofon zu benutzen. „Egal wie es klingt, hier wird niemand verspottet. Mobbing gibt es bei uns nicht, weder im Internet noch in der Schule“, sagte er den Kindern. Auch „Glaspiratein“ Sandra Ernst kam mit ihrem Backofen. An ihrem Stand durften Kinder Kühlschrankmagnete aus Glas herstellen, die eingebrannt wurden. in einem Ofen bei 840 Grad.Am Graphitstand wurden mit Spraydosen tolle räumliche Bilder erzeugt.

Das Festival ging ins Kultur-Haus Zach an Islands Upper Road. Der Förderverein schloss die Spielkonsole Wii an den großen Bildschirm an und startete das virtuelle Kegelspiel. Vor der Tür hatte die christliche Gemeinde Heidenstraße eine Holzkegelbahn aufgebaut. „Spaß ist angesagt und es gibt auch schon eine Bestenliste“, erklärt Cornelius Vogel, verantwortlich für die Strecke. Diese Bestenliste gab es auch für den OGS-Parcours an der Bahnhofstrasse, der in kürzester Zeit mit dem Trottinett zurückgelegt werden musste. Linus (7) schaffte es in 18 Sekunden und war einer der Favoriten. Eltern könnten ihre Kids sicher durch die Stadt streifen lassen und zwischendurch entspannt einen Kaffee trinken. „Schön, dass Kinder nach der Corona-Zeit wieder etwas erleben können“, sagte Familienvater Alex Lange. Bürgermeister Dietmar Persian bemalte selbst ein Vorhängeschloss für die Knopfmaschine und lief dann mit dem Knopf am Revers durch die Stadt. “Es ist gut, dass so viele mitmachen. Das Leben in der Stadt ist immer gut”, sagte Persian.

Alle Erlöse und Basteleien, die von Fleischwaren Blumberg gesponserten Brotdosen und die Kindergedicht-CDs von Dichter Heinz-E. Kinder durften das Uhrhaus unterhalten. „Es sollte auch so sein, dass Kinder als gute Erinnerung an den Weltkindertag Dinge mit nach Hause nehmen“, freut sich Andrea Poranzke über die vielen glücklichen Kinder. Um es allen recht zu machen, bemalte Irma Höher am Schminkstand der SPD ständig die Gesichter der in langen Schlangen wartenden Kinder. „Ich höre nicht auf, bis das letzte Kind fertig ist. Ich kann mich nicht dazu durchringen“, sagte sie.

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