Mehrweggeschirr in der Gastronomie: Nachahmer dringend gesucht – Leonberg

Der städtische Veranstaltungsleiter Nils Straßburg hat dieses Jahr auf Einweglösungen verzichtet und auf Mehrweg-Plastikbecher gesetzt. Lediglich das Geschirr wurde in Papiertüten an die Gäste verteilt. Schon im nächsten Jahr sollen dafür grüne Lösungen zur Verfügung stehen. „Leonpalooza will jedes Jahr noch nachhaltiger werden“, sagt Küster.

Der Sportverein hat wiederverwendbares Geschirr

Auch bei anderen Veranstaltungen der Gemeindeverwaltung wird stets versucht, auf Einwegbesteck und -geschirr und insbesondere auf Plastik zu verzichten. „Während der Kinder- und Jugendtage mussten die teilnehmenden Vereine mit Pfandsystemen arbeiten. Ein Geschirrmöbel wurde auch verwendet.“

Der SV Leonberg/Eltingen lebt die Vermeidung von Verschwendung. Seit der Eröffnung der neuen Sportwelt an der Bruckenbachstraße vor rund einem Jahr setzt der SV in seinem Bistro-Treff auf Nachhaltigkeit. „Wir haben keine Einwegprodukte, sondern Becher mit Pfandsystem“, sagt Tobias Müller, Geschäftsführer des SV Leonberg/Eltingen. Oder Mitglieder bringen ihr Glas wieder mit und es wird mit einem Getränk aufgefüllt. Oder das gebrauchte wird geliefert und gegen ein „frisches“ getauscht. Gebrauchte werden vor Ort in einer Industriemaschine gewaschen. „Das System kam gut an“, sagt Müller.

Sportler müssen die Mütze übrigens kaufen. „Damit garantieren wir, dass auch alles hygienisch ist“, sagt der SV-Geschäftsführer. Das SV-Team arbeitet nun auch an den sogenannten „Bowls“ und hat zu Testzwecken bereits wiederverwendbare Bowls angeschafft. Die Zutaten für diese Salatbox müssen beim lokalen Querbeet-Hofmarkt an der Parkstraße angeliefert werden, den sie selbst angebaut haben. „Auch das ist Nachhaltigkeit, weil man keine langen Lieferwege hat“, sagt Müller.

Gerlingen kämpft schon lange gegen Müll und Plastik

Keine Tüten, keine Kaffeebecher aus Papier. In Gerlingen widmete sich 2018 Heike Bischoff, Präsidentin des Stadtmarketingvereins „Mein Gerlingen“, dem Thema „Müll und Plastik vermeiden – im Handel und in der Gastronomie“. der Jugendrat, Schulen oder Parteien und die Stadt zum Beispiel.“

Auch Gastronomen wurden mit ins Boot geholt. Denn, wie sie sagt, „wenn man mehr Abfall als Lebensmittel produziert, ist das unverhältnismäßig“. Letztendlich geht es darum, Restaurantbesitzer zu inspirieren und Kunden zur Teilnahme zu motivieren. „Aber wir haben gemerkt, dass die Bürger sehr umweltbewusst sind.“

Renninger Gastronomen sind von Mehrwegbehältern überzeugt

Seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 und den damit verbundenen Lockdowns stehen viele Restaurants leer. Hol- und Bringdienste nehmen zu. Das bedeutete auch viel Abfall, wenn jedes Gericht nicht mehr auf Tellern serviert, sondern in Styropor oder Plastik eingewickelt wurde. Drei Gastronomen Renninger® von den Spuren 1 und 2 des Südbahnhofs, das Gasthaus Lutz im Sportpark und das Gasthaus Taube in Malmsheim entschieden sich für eine Kooperation mit einem Stuttgarter Unternehmen, das auf Mehrwegbehälter spezialisiert ist.

„Aktuell beliefern wir vor allem ältere Menschen, die nicht mehr so ​​mobil sind“, sagt Restaurantleiter Steffen Lutz. Kunden zahlen zunächst ein Pfand von 20 Euro, bei der Lieferung der Speisen werden gebrauchte Behälter zum Nulltarif zurückgegeben. „Und wenn keine Lebensmittel mehr geliefert werden, erstatten wir den Pfandbetrag zurück.“ Steffen Lutz ist von diesem System überzeugt und bedauert, dass keine anderen Gastronomen in Renningen mitmachen.

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