Seniorenbeirat Dießen sucht einen Treffpunkt für Senioren

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Von: Dieter Rottig

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Das ehemalige Carl-Orff-Diessen-Museum
Als Begegnungsort für die ältere Generation kann sich der Dießener Seniorenrat das ehemalige Carl-Orff-Museum vorstellen. © Röttig

Dießen – Utting verfügt über einen “Bürgertreff” und Schondorf über ein “Dorfhaus” für Senioren. Hier werden regelmäßig Veranstaltungen für die ältere Generation organisiert, wie zum Beispiel Spielenachmittage, Lesungen, Filmvorführungen oder gemeinsames Kochen und Backen. Seniorenberaterin Marlen Emhofer möchte in Dießen, der größten Gemeinde am Westufer des Ammersees, endlich einen festen Treffpunkt für offene und informelle Begegnungen starten.

Bei der aktuellen Sitzung des Seniorenbeirats der Marktgemeinde hat sie sich mit Nachdruck dafür ausgesprochen. Immerhin sind mehr als 33 % der derzeit 11.183 Einwohner von Dießen über 60 Jahre alt. Während das bundesweite Medianalter bei 43,8 Jahren liegt, liegt es in der Gemeinde Ammersee bei 47,5 Jahren. Der Trend ist steigend und damit eine große Herausforderung für die Zukunft. Um die Interessen der Senioren zu wahren und sie aktiv in die Gesellschaft einzubinden, gibt es in der Marktgemeinde einen siebenköpfigen Seniorenbeirat als „Lobby für Senioren“.

Präsident Andreas Lanzinger begrüßte den Vorschlag eines Seniorentreffens in Dießen, wies aber auf den Mangel an adäquaten Räumlichkeiten und notwendigen Sponsoren hin. Diskutiert wurde neben den leerstehenden Ladenlokalen auch das ehemalige Carl-Orff-Museum in der Hofmark 3. Ideal wäre es, weil es barrierefrei, zentral gelegen und damit fußläufig erreichbar ist. Eigentümer des Grundstücks ist St. Ulrichswerk des Bistums Augsburg, die ggf. die Trägerschaft übernehmen können. Stadträtin und Bürgerin Antoinette Bagusat hielt sich in ihrer Euphorie zurück, da es bereits einige Überlegungen zur zukünftigen Nutzung des ehemaligen Orff-Museums gab. Das Erdgeschoss hat bereits die benachbarte Albert-Teuto-Bibliothek des Bistums Augsburg bezogen. An den Räumlichkeiten ist unter anderem auch die Volkshochschule Ammersee-West interessiert, da die Geschäftsstelle der VHS in St. Georgen ist ziemlich abgelegen. Eine gemeinsame Nutzung aufgrund unterschiedlicher Belegungspläne sei aber durchaus denkbar, so Marlen Emhofer.

Als Andreas Lanzinger und sein Stellvertreter Dr. Ludger Stürwald fügte hinzu, dass es bereits Gespräche mit der Leiterin der VHS, Heike Gerl, über eine Zusammenarbeit beim Thema „Kulturtisch“ gegeben habe. Ziel war es, wie berichtet, nach dem Vorbild Starnbergs, sozial benachteiligten Bürgern und Inhabern der Sozialkarte Restkarten oder ermäßigte Eintrittskarten für kulturelle Veranstaltungen anzubieten. Da sich die Starnberger Kulturtafel während der Corona-Pause wahrscheinlich in Luft aufgelöst hat, denken Sie an Synergien mit VHS. Sein Programm bietet viele kulturelle Highlights und Führungen, die auch für die ältere Zielgruppe interessant sind.

Unabhängig von der VHS plant der Seniorenbeirat auch eigene öffentliche Veranstaltungen. Nach dem Jahresauftakt in der Casa Azul zum Thema „Energiesparen“ hält ein ehemaliger Polizist einen Vortrag über „Enkeltricks und andere Betrügereien“. Ein weiterer Vortrag befasst sich mit „Renten, Testamenten und Patientenverfügungen“. Der Beirat wünscht der Gemeinde des Kulturforums „Blaues Haus“ Weihnachten: Um den oberen Teil der Halle zu erreichen, ist die Anschaffung einer mobilen Rampe für Rollstuhlfahrer erforderlich. Andreas Lanziger freut sich darauf, bei der nächsten Sitzung am 14. Februar 2023 über den Abschluss berichten zu können.

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