Verdauungsstörungen und Koliken: Diese Lebensmittel helfen

Sehr, sehr fettig, sehr schnell: Wer es beim Essen übertreibt, bekommt oft Bauchschmerzen und Verdauungsprobleme. Diese Hausmittel helfen.

Das Wichtigste auf einen Blick


Die Ursachen für Bauchschmerzen sind vielfältig: Infektionen durch Bakterien und Viren, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder auch psychische Probleme können Magen und Darm belasten. Besonders häufig treten die Symptome nach dem Essen auf.

Bauchschmerzen sind keine Krankheit, sondern nur ein Symptom dafür. Sie weisen in der Regel nicht auf eine ernsthafte Erkrankung hin, doch wenn die Bauchschmerzen längere Zeit anhalten und Hausmittel keine Wirkung zeigen, sollte der Patient seinen Arzt aufsuchen und die Ursache abklären.

Welche Hausmittel helfen wirklich?

Es gibt eine Vielzahl von Lebensmitteln, die einen gereizten Magen und Darm schnell beruhigen. Dazu gehören Lebensmittel, die leicht verdaulich sind. Ein Überblick:

Apfel als Verdauungshilfe bei Verstopfung

Äpfel sind reich an Ballaststoffen und Enzymen. Sie helfen, Nahrung gut zu verdauen und verhindern Verstopfung und Blähungen.

Wenn dir die Säure eines rohen Apfels in den Magen geht, kannst du stattdessen Bananen verwenden. Die zerkauten Früchte bilden einen Schutzfilm über der Magenschleimhaut, der aggressive Magensäure abwehrt und die Verdauung fördert.

Dill als Hausmittel gegen Husten und Blähungen

Kaum ein Gewürz schmeckt so unverwechselbar wie Dill. Dafür sind in erster Linie die ätherischen Öle der Pflanze verantwortlich, wie die Verbraucherinformation erklärt. Besonders vor der Blüte macht dieses Öl Dillspitzen schmackhaft und riecht toll mit verschiedenen Aromen – der Geschmack erinnert an Anis, Zitrone, Petersilie und Kümmel.

Es sind auch diese Öle, die eine wohltuende Wirkung haben. Sie beruhigen und entspannen bei Magenverstimmung und schützen vor Blähungen. Außerdem enthält Dill viele Vitamine, sowie die Nährstoffe Kalium, Schwefel und Natrium. In der alten Klostermedizin wird das Kraut auch als Hausmittel bei Husten und Lungenleiden empfohlen.

Tipp: Dillsamen wirken besonders gut in Teeform: Ein bis zwei Teelöffel zerkleinerte Dillsamen mit 100 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten abgedeckt ziehen lassen. Dann abseihen und trinken. Es ist besser, zweimal täglich zu verabreichen. Dillsamen sind in Reformhäusern oder Apotheken erhältlich.

Diese Gewürze beruhigen auch einen verärgerten Magen.

Kümmel, Kamille, Fenchel und Zimt sind gut für den Magen. Gewürze und Kräuter wirken entzündungshemmend und verdauungsfördernd – als Tee eingenommen oder Speisen zugesetzt.

Honig hilft auch, die Magenschleimhaut zu stärken. Am besten gibst du vor dem Schlafengehen einen Löffel in deinen Tee oder isst eine kleine Menge pur.

Ingwertee mit Honig und Zitrone: Ingwer wirkt besonders gut gegen Übelkeit.
Ingwertee mit Honig und Zitrone: Ingwer wirkt besonders gut gegen Übelkeit. (Quelle: udra/getty-images-Bilder)

Ingwer wehrt Übelkeit ab

Ingwer ist auch gut für den Magen. Es sind seine ätherischen Öle und Bitterstoffe, die sogenannten Gingerole, die verdauungsfördernd und krampflösend wirken. Sie können auch den Säuregehalt reduzieren, was sich positiv auf Übelkeit und Sodbrennen auswirkt. Besonders wirkungsvoll ist die Knolle als Tee: Einige Scheiben frischen Ingwer mit kochendem Wasser übergießen und alles zehn Minuten ziehen lassen.

Kartoffeln neutralisieren auch überschüssige Magensäure, indem sie sie wie ein Schwamm aufsaugen. Auch Kartoffelpüree ist leicht verdaulich.

Reizmagen oder Reizdarm? Reizdarm und Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) gehören zu den funktionellen Darmerkrankungen. Treten die Beschwerden im Oberbauch auf, handelt es sich um einen Reizmagen. Mediziner sprechen vom Reizdarmsyndrom, wenn der Unterbauch betroffen ist. Viele Patienten haben eine Kombination aus Reizmagen und Reizdarm. Daher werden diese Begriffe oft fälschlicherweise synonym verwendet. Während es Medikamente gibt, die bei Magenproblemen und Schmerzen helfen, gibt es derzeit keine Medikamente auf dem Markt, die die Symptome des Reizdarmsyndroms grundlegend und dauerhaft bekämpfen.

Brei lindert Krämpfe

Haferflocken gehören zu den Lebensmitteln, die nachweislich bei leichten Magenkrämpfen helfen. Sie absorbieren überschüssige Magensäure, schützen die gereizte Schleimhaut und sorgen dafür, dass die Beschwerden schnell verschwinden.

Besonders effektiv ist es, wenn Sie Haferflocken und Apfel mit 200 Gramm Joghurt zu einem Brei verrühren. Diese drei Zutaten sind die perfekte Kombination für einen verärgerten Magen.

Karotten helfen bei Durchfall

Ein bewährtes Mittel gegen Durchfall und Magen-Darm-Probleme ist Karottensuppe. Zuckermoleküle, sogenannte Oligosaccharide, werden beim Kochen von Karotten gebildet. Diese sind den Rezeptoren im Darm sehr ähnlich, daher heften sich die Bakterien nicht an die Darmwand, sondern an die Zuckermoleküle und werden einfach mit diesen ausgeschieden.

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